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Hanka und Eriks "World on 2 Wheels"

Praktische Tipps – Motorradtransport

Übersicht Tipps 


Deutschland – Chile
      Ecuador – Panama
      USA Neuseeland       Neuseeland Australien       Australien – East Timor

Indonesien Malaysia



Hamburg – Punta Arenas (Chile)
 
(Januar 2003)

Unsere erste Verschiffung klappte beispielhaft. Dabei war uns zunächst überhaupt nicht klar, wie man ein solches Vorhaben angeht. Die Internetrecherche und ein Blick in die gelben Seiten verschaffte uns ca. 25 Adressen von See- und Luftfrachtunternehmen, meist Speditionen, aber auch Fluggesellschaften. Wie sich schnell herausstellte, ist Transport als Luftfracht um einiges teurer als per Schiff, auch wenn dieser Weg wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt. Letztendlich fanden wir nur 3 Unternehmen, die unser Motorrad überhaupt nach Punta Arenas bringen konnten, da der Hafen nicht gerade zu den geläufigen Destinationen gehört. Viele Angebote erhielten wir dagegen für Buenos Aires und Santiago de Chile / Valparaiso (ab ca. 400 EUR). Da es aber unbedingt nach Südpatagonien gehen sollte und der 1. März als Starttermin schon relativ für diese Breiten ist, sparten wir uns auf diesem Wege die vielen Kilometer von einer der Hauptstädte aus. So konnten wir ganz in Ruhe unsere Reise am optimalen Ausgangspunkt starten.

Wir verschifften schließlich mit dem günstigsten Anbieter, der Hamburger Spedition Rohde & Liesenfeld. Bei einem Gesamt­gewicht von 313 kg betrugen die Kosten rund 600 EUR (einschließlich Hafengebühren, Steuern, Versicherung und Abholung der selbstgebauten Transportkiste von daheim). Der Transport funktionierte einwandfrei. Einziger Kritikpunkt: Die notwendige Umladung im Hafen von Valparaiso verzögerte sich, so dass unser Motorrad mit 10 Tagen Verspätung in Punta Arenas ankam; der gesamte Transport dauerte knapp 2 Monate. Aber in Anbetracht unserer Reisedauer war dies kein großes Problem. Die Lagerhausgebühren im Hafen von Punta Arenas sind absolut fair (2 US$ pro Tag - in Valparaiso soll jeder angefangene Tag 60 US$ kosten!) und die Jungs vor Ort waren sehr freundlich und hilfsbereit. Die zerlegte Transportkiste konnten wir einfach zurücklassen. Auch die Zollformalitäten verliefen schnell und ohne Probleme.

Rohde & Liesenfeld International GmbH & Co
Hammerbrookstr. 89
20097 Hamburg
Tel.: ++49-40-3012-0
Fax: ++49-40-3012-1342
E-mail: info@roli.com

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Quito (Ecuador) – Panama City (Panama)  
(August 2003)

Zwischen Süd- und Zentralamerika gibt es keine Straßenverbindung. Das sogenannte Darien-Gap, eine wilde Sumpflandschaft im Südosten Panamas, bildet eine nahezu undurchdringliche Barriere zwischen den Kontinenten, die hauptsächlich von kolumbianischen Drogenschmugglern und Guerillas heimgesucht wird. Der Panamericana-Fahrer ist deshalb gut beraten, sein Gefährt entweder per Schiff oder per Flugzeug transportieren zu lassen.

In Reiseführern und im Internet finden sich viele Informationen zu den verschiedenen Transportarten und -wegen und natürlich trifft man unterwegs auch immer wieder Reisende, die aktuelle Tipps geben können. Allerdings ist der überwiegende Teil der Panamericana-Fahrer von Nord nach Süd unterwegs. Aus diesen Quellen geht nahezu übereinstimmend hervor, daß zumindest für Motorräder der Luftweg die weitaus sicherere und kaum teurere Variante darstellt.

Wir zogen den Seeweg deshalb gar nicht erst in Betracht und organisierten den Lufttransport innerhalb zweier Tage vor Ort in Quito. Zwar hatten wir ein paar Adressen und Telefonnummern aus dem Internet notiert, doch brachten uns diese nicht weiter. Wir fragten uns statt dessen einfach am Flughafen durch, wurden von einer Luftfrachtgesellschaft zur nächsten geschickt und fanden schließlich die PANAVIA, eine panamaische Airline. Die Abwicklung war denkbar einfach: Zweimal wöchentlich fliegt eine Maschine von Quito über Bogota nach Panama. Wir mußten einen Tag vor Abflug Bescheid geben, die Rechnung bezahlen und das Motorrad zum Flughafen bringen, wo es auf einer Rollpalette verzurrt wurde. Berechnet wird pauschal pro Motorrad. Alles in allem haben wir 434 US$ in Quito gezahlt plus 25 US$ Flughafensteuer in Panama.

Der Transport hat fast reibungslos funktioniert. Die Information, wir könnten das Motorrad Samstags ohne Probleme in Panama durch den Zoll bringen, war falsch (nur Montag bis Freitag). Außerdem hat ein außen am Motorrad befestigter Hammer gefehlt und ein paar Streben waren etwas verbogen – keine große Sache.

Panavia Cargo Airlines
Seniora Edilia Velasquez
Av. La Prensa N47-166 y Carlos H. Endara
Quito / Ecuador
Tel. 593-2 2444 611
E-Mail: evelasquez@panaviacargo.com

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Los Angeles (USA) Dunedin (Neuseeland)
(Dezember 2003)

Zurück in der westlichen Welt gibt es unzählige Anbieter für Luft- oder Seefracht in alle Welt und man kann Tage damit verbringen, die oftmals komplizierten Angebote zu vergleichen. Das Ein-Mann-Unternehmen Imperial Freight alias Robbie Stevens ist da eine wunderbar einfache Ausnahme: Robbie transportiert regelmässig Motorräder von L.A. nach Dunedin (nur diese Strecke). Wenn noch Platz im Container ist, nimmt er auch Bikes von Travellern mit. Das Beste ist, dass man sich nicht um eine Transportkiste kümmern muss. Die Kosten beliefen sich bei uns auf pauschal 385 US$ inklusive allem. Wir konnten auch unser ganzes Gepäck mit aufgeben. Der Transport dauerte ca. 4 Wochen, die wir angenehm mit einem Zwischenstopp auf den Fidschis überbrückten. 

Robbie war sehr hilfsbereit bei der Abwicklung der Einfuhrformalitäten (Quarantäne, Zoll) in Dunedin und alles lief schnell und unkompliziert.

Imperial Freight
1 Clifton Road
Dunedin - New Zealand
Tel. ++64-2534-3256
E-Mail: 
imperialfreight@msn.com

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Auckland (Neuseeland) Melbourne (Australien)
(Februar 2004)

Diesmal taten wir uns ziemlich schwer damit, eine Spedition auszuwählen. Wir hätten nicht gedacht, dass der "Hüpfer" von Neuseeland und Australien so teuer sein kann. LEP International war schließlich der preiswerteste Anbieter, hauptsächlich deshallb, weil hier kein Gefahrgutzuschlag berechnet wurde. 

Kosten in Neuseeland: 230 NZ$ (95 NZ$ pro Kubikmeter Fracht + 45 NZ$ Dokumentation)
Kosten in Australien: 200 AU$ (109 AU$ Hafen- u.a. Gebühren + 91 AU$ Quarantäne)
(Gesamtkosten: ca. 320 US$ bei 1,95 Kubikmeter)

Die Verschiffung von Depot zu Depot dauerte insgesamt 2 Wochen. Das Motorrad muss in einer Transportkiste angeliefert werden, die wir kostenlos von einem Motorradhändler in Auckland bekamen. Wenn möglich, sollte man sich eine Kiste aus Metall (und Pappe) besorgen, da bei einer Holzkiste zusätzliche Kosten für Fumigation anfallen. Australien hat sehr strenge Hygienebestimmungen, deshalb sollte das Bike sehr gründlich gereinigt werden.

LEP International
Mr. Edwin Tu'Ugasala
9 Richard Pearse Drive
Airport Oaks
Auckland, New Zealand
Tel. ++64-9-275 0750
E-Mail:
edwin.tuugasala@lep.co.nz

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Darwin (Australien) – Dili (East Timor)
(August 2004)

Unsere einfachste und preiswerteste Verschiffung überhaupt. Ein Preisvergleich erübrigt sich – Perkins und nur Perkins schickt einmal wöchentlich ein Containerschiff nach Dili. Gibt man sein Bike einen halben Tag vorher am Hafen ab, kann man es 4 Tage später in Dili wieder in Empfang nehmen. Eine Transportkiste ist nicht erforderlich.

Kosten in Australien: 165 AU$
Kosten in East Timor: 28 US$ (Hafen- u.a. Gebühren)
(Gesamtkosten: ca. 147 US$ bei 1,5 Kubikmeter)

Allerdings war in unserem Fall gerade ein Schiff ausgefallen, das nächste hatte Verspätung, so dass wir 10 Tage auf das Motorrad warten mussten. Trotzdem waren wir mit der unkomplizierten Abwicklung zufrieden.

Perkins Shipping Group
Mrs. Kate Feely
Frances Bay Drive
Darwin NT
0801 Australia
Tel. ++61-8-8982 2000
E-Mail:
kate.feely@perkins.com.au

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Belawan / Medan (Indonesien) – Butterworth / Penang (Malaysia)
(Oktober 2004)

Zwar die billigste, aber auch die ärgerlichste Verschiffung.  Nach ziemlichen Schwierigkeiten, überhaupt einen Agenten zu finden, gerieten wir an einen sehr unangenehmen Typen. Er ließ uns stundenlang in seinem Büro warten, behandelte uns wie Aussätzige und schraubte jeden Tag den Preis höher, wobei er schlicht seine Zusage vom Vortag abstritt. Wir hatten ein  äußerst ungutes Gefühl, ihm unser Motorrad anzuvertrauen und zogen die Sache nur aus Zeitnot mit ihm durch. Die eigentliche Verschiffung erfolgte innerhalb von zwei Tagen mit einem Holzkutter. Eine Transportkiste ist nicht erforderlich. Die Zollformalitäten in Indonesien und Malaysia, wie auch die Entgegennahme im Hafen von Butterworth verliefen problemlos. Von anderen Motorradreisenden hörten wir, dass sie ähnliche Probleme mit indonesischen Frachtagenten hatten.

Kosten in Indonesien: 500 Malayische Ringit (Fracht) + 50.000 Indonesische Rupiah (Schmiergeld)
Kosten in Malaysia: 34
Malayische Ringit (Hafen- u.a. Gebühren)
(Gesamtkosten: ca. 146 US$)

P.T. Cakrawalakirana Rintisnusantara (CKRN)
Mr.  Amir  Arsyad
Jl. Bangkatimur 84
Belawan, Indonesia
Tel. 6492307

Niemand in diesem Büro spricht Englisch. Wir fanden jedoch einen sehr hilfsbereiten Nachbarn, der für uns dolmetschte und gern auch anderen Touristen helfen würde: Agus Tiar, Tel. 0815-3116905 oder 061-4147410 bzw. agus69riau@yahoo.com.

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