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Hanka und Eriks "World on 2 Wheels" Praktische Tipps – Motorradtransport |
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Unsere erste Verschiffung klappte beispielhaft. Dabei war uns zunächst überhaupt nicht klar, wie man ein solches Vorhaben angeht. Die Internetrecherche und ein Blick in die gelben Seiten verschaffte uns ca. 25 Adressen von See- und Luftfrachtunternehmen, meist Speditionen, aber auch Fluggesellschaften. Wie sich schnell herausstellte, ist Transport als Luftfracht um einiges teurer als per Schiff, auch wenn dieser Weg wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt. Letztendlich fanden wir nur 3 Unternehmen, die unser Motorrad überhaupt nach Punta Arenas bringen konnten, da der Hafen nicht gerade zu den geläufigen Destinationen gehört. Viele Angebote erhielten wir dagegen für Buenos Aires und Santiago de Chile / Valparaiso (ab ca. 400 EUR). Da es aber unbedingt nach Südpatagonien gehen sollte und der 1. März als Starttermin schon relativ für diese Breiten ist, sparten wir uns auf diesem Wege die vielen Kilometer von einer der Hauptstädte aus. So konnten wir ganz in Ruhe unsere Reise am optimalen Ausgangspunkt starten. Wir verschifften schließlich mit dem günstigsten Anbieter, der Hamburger Spedition Rohde & Liesenfeld. Bei einem Gesamtgewicht von 313 kg betrugen die Kosten rund 600 EUR (einschließlich Hafengebühren, Steuern, Versicherung und Abholung der selbstgebauten Transportkiste von daheim). Der Transport funktionierte einwandfrei. Einziger Kritikpunkt: Die notwendige Umladung im Hafen von Valparaiso verzögerte sich, so dass unser Motorrad mit 10 Tagen Verspätung in Punta Arenas ankam; der gesamte Transport dauerte knapp 2 Monate. Aber in Anbetracht unserer Reisedauer war dies kein großes Problem. Die Lagerhausgebühren im Hafen von Punta Arenas sind absolut fair (2 US$ pro Tag - in Valparaiso soll jeder angefangene Tag 60 US$ kosten!) und die Jungs vor Ort waren sehr freundlich und hilfsbereit. Die zerlegte Transportkiste konnten wir einfach zurücklassen. Auch die Zollformalitäten verliefen schnell und ohne Probleme. Rohde & Liesenfeld International GmbH & Co Quito
(Ecuador) – Panama City (Panama) Zwischen Süd- und Zentralamerika gibt es keine Straßenverbindung. Das sogenannte Darien-Gap, eine wilde Sumpflandschaft im Südosten Panamas, bildet eine nahezu undurchdringliche Barriere zwischen den Kontinenten, die hauptsächlich von kolumbianischen Drogenschmugglern und Guerillas heimgesucht wird. Der Panamericana-Fahrer ist deshalb gut beraten, sein Gefährt entweder per Schiff oder per Flugzeug transportieren zu lassen. In Reiseführern und im Internet finden sich viele Informationen zu den verschiedenen Transportarten und -wegen und natürlich trifft man unterwegs auch immer wieder Reisende, die aktuelle Tipps geben können. Allerdings ist der überwiegende Teil der Panamericana-Fahrer von Nord nach Süd unterwegs. Aus diesen Quellen geht nahezu übereinstimmend hervor, daß zumindest für Motorräder der Luftweg die weitaus sicherere und kaum teurere Variante darstellt. Wir zogen den Seeweg deshalb gar nicht erst in Betracht und organisierten den Lufttransport innerhalb zweier Tage vor Ort in Quito. Zwar hatten wir ein paar Adressen und Telefonnummern aus dem Internet notiert, doch brachten uns diese nicht weiter. Wir fragten uns statt dessen einfach am Flughafen durch, wurden von einer Luftfrachtgesellschaft zur nächsten geschickt und fanden schließlich die PANAVIA, eine panamaische Airline. Die Abwicklung war denkbar einfach: Zweimal wöchentlich fliegt eine Maschine von Quito über Bogota nach Panama. Wir mußten einen Tag vor Abflug Bescheid geben, die Rechnung bezahlen und das Motorrad zum Flughafen bringen, wo es auf einer Rollpalette verzurrt wurde. Berechnet wird pauschal pro Motorrad. Alles in allem haben wir 434 US$ in Quito gezahlt plus 25 US$ Flughafensteuer in Panama. Der Transport hat fast reibungslos funktioniert. Die Information, wir könnten das Motorrad Samstags ohne Probleme in Panama durch den Zoll bringen, war falsch (nur Montag bis Freitag). Außerdem hat ein außen am Motorrad befestigter Hammer gefehlt und ein paar Streben waren etwas verbogen – keine große Sache. Panavia Cargo Airlines Los
Angeles (USA) –
Dunedin (Neuseeland) Zurück in der westlichen Welt gibt es unzählige Anbieter
für
Luft- oder Seefracht in alle Welt und man kann Tage damit verbringen,
die oftmals komplizierten Angebote zu vergleichen. Das
Ein-Mann-Unternehmen Imperial Freight alias Robbie Stevens ist da eine
wunderbar einfache Ausnahme: Robbie transportiert regelmässig
Motorräder von L.A. nach Dunedin (nur diese Strecke). Wenn noch
Platz
im Container ist, nimmt er auch Bikes von Travellern mit. Das Beste
ist, dass man sich nicht um eine Transportkiste kümmern muss. Die
Kosten beliefen sich bei uns auf pauschal 385 US$ inklusive allem. Wir
konnten auch unser ganzes Gepäck mit aufgeben. Der Transport
dauerte
ca. 4 Wochen, die wir angenehm mit einem Zwischenstopp auf den Fidschis
überbrückten. Imperial Freight Auckland
(Neuseeland) –
Melbourne (Australien) Diesmal taten wir uns ziemlich schwer
damit, eine Spedition auszuwählen. Wir hätten nicht gedacht,
dass der
"Hüpfer" von Neuseeland und Australien so teuer sein kann. LEP
International war schließlich der preiswerteste Anbieter,
hauptsächlich
deshallb, weil hier kein Gefahrgutzuschlag berechnet wurde. Unsere einfachste und preiswerteste Verschiffung überhaupt. Ein Preisvergleich erübrigt sich – Perkins und nur Perkins schickt einmal wöchentlich ein Containerschiff nach Dili. Gibt man sein Bike einen halben Tag vorher am Hafen ab, kann man es 4 Tage später in Dili wieder in Empfang nehmen. Eine Transportkiste ist nicht erforderlich. Kosten in Australien: 165 AU$ Allerdings war in unserem Fall gerade
ein Schiff ausgefallen, das nächste hatte Verspätung, so dass
wir 10
Tage auf das Motorrad warten mussten. Trotzdem waren wir mit der
unkomplizierten Abwicklung zufrieden.
Belawan
/ Medan (Indonesien) – Butterworth / Penang (Malaysia)
Kosten in Indonesien: 500 Malayische
Ringit (Fracht) + 50.000 Indonesische Rupiah (Schmiergeld) Mr. Amir Arsyad Jl. Bangkatimur 84 Belawan, Indonesia Tel. 6492307 Niemand in diesem Büro spricht Englisch. Wir fanden jedoch einen sehr hilfsbereiten Nachbarn, der für uns dolmetschte und gern auch anderen Touristen helfen würde: Agus Tiar, Tel. 0815-3116905 oder 061-4147410 bzw. agus69riau@yahoo.com. |
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