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Hanka und Eriks "World on 2 Wheels" - Reisetagebuch
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Altiplano
 

3. Juni 2003, San Pedro de Atacama - Laguna Colorada

10.683 km, S 22-15-53 / W 67-48-58

Unsere chilenischen Ausreisestempel bekommen wir diesmal richtig schnell, so dass wir relativ früh San Pedro de Atacama hinter uns lassen können. Die ersten 80 km müssen wir erstmal auf 4.520 m hochklettern. Die Honda kriecht dabei erneut wie eine Schwalbe - wir kennen das ja schon. Auf der Hälfte der Strecke fällt uns ein, dass unsere Handtücher noch im Hostal auf der Leine hängen - super! 20 Minuten später stehen wir wieder vor der Grenzbehörde und versuchen, die Typen davon zu überzeugen, dass wir noch mal kurz nach Chile einreisen müssen. Letztendlich können wir ohne Papiere noch mal zurück zum Hostal, um die dämlichen Handtücher von der Leine zu pflücken. Der Tankstellenmensch schaut auch nicht schlecht, als wir wiederkommen und dan Tank noch mal randvoll aufgefüllt haben wollen. Doch dann endlich brechen wir auf Richtung Bolivien.

Der bolivianische Grenzübergang ist von ganz anderer Sorte: In einer windigen, unbeheizten Hütte steht ein Schreibtisch und ein Bett. Der Grenzbeamte haust hier oben wie ein Einsiedler bei Schnee und Kälte und drückt den ab und zu Vorbeikommenden die notwendigen Stempel in die Pässe. Normalerweise bekommen wir immer ein separates Einreise-Dokument für unser Motorrad, aber der Beamte versichert uns, dass wir keins brauchen. Zum Zoll sollen wir in Laguna Colorada gehen. Er freut sich über ein Schwätzchen, denn viel Abwechslung hat er sicherlich nicht. Sein "täglich Brot" scheinen Bananen zu sein. In der Ecke steht ein riesiger Karton Bananen - ob Bananen gut gegen Kälte sind???

Gleich nach der Grenze kommen wir zur Laguna Brava. Hier müssen wir erst mal bolivianischen Wegezoll berappen, bevor wir weiter dürfen (30,- Bolivianos p.P. finden wir ganz schön viel und dafür gibt es noch nicht mal eine Infokarte). Dafür können wir in der Hütte unser Mittags-Picknick abhalten, ohne draußen frieren zu müssen. Die Frau des "Parkrangers" sitzt uns gegenüber und häkelt eine Tischdecke nach der anderen - wahrscheinlich macht sie das den ganzen Tag (die Technik ist übrigens äußerst interessant). Wir warten noch eine Weile auf einen "Amigo", bei dem wir wohl Geld tauschen können, aber irgendwie taucht der nicht auf und wir haben noch einiges an Tagesstrecke vor uns. Gerade als wir uns auf die Honda schwingen, kommt der "Amigo" auf einem kleinen Motorradmobil angedüst. Schon seltsam, dass der Typ gerade uns nach Sprit fragt - bei uns läuten die Alarmglocken und wir bekommen eine dunkle Vorahnung. Im Moment haben wir zwar noch 8 Liter zusätzlich dabei, aber man weiß ja nie!

Die Laguna Verde hält nicht, was sie verspricht. Vielleicht haben wir schon zu viele Seen und Berge gesehen, vielleicht liegt es auch einfach am Wetter. Der Himmel zieht sich immer mehr zu und wir kämpfen gegen eisigen Wind, so dass wir gar nicht mehr richtig warm werden. Also schnell weiter.

Schnell wäre vielleicht übertrieben - der Sand ist nicht zu unterschätzen. Erik muss ziemlich aufpassen, um immer die beste Spur auszumachen. Wir schlittern von einer Spurrille zur nächsten. Mit jedem Kilometer nimmt der Schnee ab, aber wir frieren nach wie vor. Nach einer Ewigkeit "Sandschlittern" entdecken wir in der Ferne den ersten Salar (Salzsee). Tiefblau mit weißem Puderzuckerrand ergibt der Salar de Chalviri einen schönen Kontrast zu seiner Umgebung.

Wenig später dampft es aus der Erde: Thermalquellen. Ganz in der Nähe müssen auch die Geysire "Sol de mañana" sein, aber die Handtuchaktion hat uns reichlich Zeit gekostet. Wir müssen zusehen, dass wir es heute noch bis zur Laguna Colorada schaffen. Hanka ist zwar ziemlich traurig, dass wir die Geysire nicht mehr zu sehen kriegen (wir haben extra auf die Tour zu den Tatio-Geysiren verzichtet), aber es nützt ja nix. Vielleicht haben wir irgendwo anders noch mal die Chance, Geysire zu sehen, tröstet Erik.

Dann teilt sich die Piste - kein Schild, keine Gabelung auf unseren Straßenkarten, kein Mensch, den man fragen kann. Gott sei Dank ist die Laguna Colorada dem GPS ein Begriff und wir folgen dem Zeiger gutgläubig in ein Tal. Langsam, aber sicher neigt sich der Tag dem Ende zu, aber noch keine Laguna in Sicht! Inzwischen spielt sich in unseren Köpfen das Spiel ab: "nur noch eine Kurve, dann sind wir da!" Aber es kommen noch unzählige Kurven und nach wie vor keine Laguna Colorada in Sicht. Dann kommt uns der erste Jeep entgegen - zumindest sind wir auf dem richtigen Weg. Tapfer kämpfen wir uns weiter durch Sand und Wellblech und dann - endlich - ist die Laguna Colorada in Sicht! Hanka späht wie in Geier nach irgendwelchen Lichtern, aber nix zu sehen. Inzwischen ist es schon fast dunkel und wir können kaum noch erkennen, wohin die Jeepspuren führen. Irgendwie sagt uns ein Gefühl, dass wir links am Salar vorbeifahren müssen. Es geht Holtertipolter über Steine, Sand und Grasbüschel - eine Piste ist einfach nicht mehr auszumachen. Wir sind durchgefroren und völlig erschöpft. So langsam schleicht sich der Gedanke ein, dass wir wohl oder übel in dieser Kälte unser Zelt aufschlagen müssen. Zum ersten mal auf dieser Reise fragt sich Hanka, was wir hier eigentlich machen!!! Daheim ist Sommer und wir tingeln hier am Ende unserer Kräfte bei Eiseskälte durch kahle Landschaft. Ein Ich-will-und-kann-nicht-mehr-Gefühl stellt sich ein; Hanka ist zum Heulen zumute. Kurze Verschnauf- und Überlegpause. Steifgefroren steigen wir vom Motorrad ab und wie durch ein Wunder: ganz in der Ferne vor einem Hügel entdecken wir zwei Lichter. Irgendwie sieht das zwar nicht nach dem Ort Laguna Colorada aus, aber es ist unser einziger Strohhalm. Querfeldein steuert Erik die Honda den Lichtern entgegen. Fehlt nur noch, dass uns jetzt einer dieser großen Steine zum Verhängnis wird. Doch unabhängig davon, dass es keinen Weg gibt - wir müssen es irgendwie zu den Lichtern schaffen. Wir können schon ein paar Häuser ausmachen, als wir vor einem tiefen Graben stehenbleiben, durch den sich ein halb gefrorener Fluss schlängelt. Da kommen wir beim besten Willen nicht durch! Also umkehren und zurück zum Salar hoppeln - vielleicht kann man dort auf die andere Seite. Es gelingt. 20 Minuten später stehen wir vor ein paar halb zerfallenen Häusern und werden neugierig von den hier lebenden Familien beäugt. Wir sind überglücklich, als sie uns einen großen Schlafsaal zeigen, in dem 8 Betten stehen. Gott sei Dank doch nicht zelten! Es gibt keinen Strom, aber wir bekommen eine Gasflasche mit einem Glühstrumpf; daran kann man sich sogar ein bisschen aufwärmen. Zu unserer Freude gibt es auch lauwarmen Tee und wir nehmen die aufgewärmten Spaghettis dankend an. Sie schmecken köstlich! Mit Taschenlampe geht es ins "Bad" zum Zähneputzen und anschließend kuscheln wir uns völlig erschöpft ins Bett - Decken haben wir ja auch genug, wir Glückskinder.


4. Juni 2003, Laguna Colorada - Salar de Chiguana

10.867 km, S 21-10-39 / W 68-03-22

Wir schälen uns zeitig aus unserem Nachtlager. Hanka konnte die ganze Nacht nicht schlafen und auch Erik hat sich nur von einer Seite auf die andere gewälzt. Wir sind auf 4.270 m Höhe - ein typisches Anzeichen von Höhenkrankheit. Die ganze Nacht tobte ein fürchterlicher Sturm, so dass wir hin und her gerissen davon, noch mal aufzustehen, unentwegt um das Motorrad bangten. Die Honda hielt stand, der Sturm hatte sich am Morgen gelegt uns es strahlte uns nach dieser eiskalten Nacht die Sonne an.

Wie gut, dass wir uns nicht auf die Aussagen in San Pedro verlassen haben: eine Tüte Haferflocken, Milchpulver und Kakao sollte man immer dabeihaben - das Frühstück war jedenfalls gesichert.

Bei Tageslicht wurde uns erstmal richtig bewusst, wie ärmlich die Leute hier leben. Pro Familie gibt es einen Raum, in dem zwei Betten stehen und ein kleiner Ofen. Dazwischen stapeln sich dreckiges und sauberes Geschirr, Essensreste, Klamotten, Flaschen und Holz (wo die das wohl herhaben?) Jedenfalls sieht das alles ziemlich katastrophal aus. Vor der Hütte sitzt eine ältere Frau in der typisch bolivianischen Tracht (mehrere Röcke übereinander, Sandalen, geflochtene Zöpfe mit angehängten Schmuckquasten, Melonenhut und einem gewebtenTuch über den Schultern). Daneben, genauso auf dem Fußboden, helfen zwei pausbackige, völlig verschmutzte Kinder beim Wollemachen aus Lamafell. Dieses Bild bewirkt in uns eine Mischung aus Neugier, Achtung und Mitleid.

Wir kaufen noch 5 Liter Sprit, die man uns aus einem Fass abfüllt, und verabschieden uns.

Gestern nur als Salzsee wahrgenommen, zeigt sich heute die Laguna Colorada von ihrer schönsten Seite. Wir sind völlig überwältigt von den Farben: pink, lila, weiß und blau und am Ufer saftig grüne Grasbüschel. Dies ist das Paradies für Hunderte Flamingos, die durch die bunten Wasserbahnen waten. Am Rand lassen es sich die Lamas gutgehen. Die Lamas haben traditionell bunte Wollquasten an den Ohren, genauso, wie wir es mal in einem Film über Bolivien gesehen haben. Das alles ist so schön, dass es glatt die Strapazen von gestern wettmacht!!! Ganz intensiv halten wir diese Momente in unseren Gedanken fest, denn leider spielt heute unsere Kamera nicht mit. Es reichte gerade mal für 4 Aufnahmen, dann ist das Gerät tot. Die gestrige Kälte hat nicht nur den Akku aufgefressen und die Ersatzbatterie gleich mit, sondern auch alle anderen Akkus, die wir bei uns haben. Dummerweise funktioniert das Ladegerät an unserer Honda seit heute auch nur noch sporadisch. Wir zeigen Geduld und lassen den Kamera-Akku gute 20 Minuten an der Honda zapfen - selbst auf die Gefahr hin, dass wir die Honda anschieben müssen. Es nützt nichts - die Kamera schweigt. Hoffentlich hat unsere gute Digi-Cam nicht irgend etwas abgekriegt - ausgerechnet jetzt - wir wollen doch auf den Salar de Uyuni! Auf DIE Fotos freuen wir uns ganz besonders. Aber wie es nun mal so ist, geht immer gleichzeitig alles kaputt.

Traurig und glücklich zugleich ziehen wir weiter. Nach 20 Minuten passieren wir den Ort Laguna Colorada. Die Häuser liegen wie befürchtet hinter einem Hügel. Wir hätten den Ort in der Dunkelheit auch bei Adleraugen nicht finden können. Damit uns nicht noch mal dasselbe passiert (die Entfernungen sind weit und die Dörfer sehr rar), wollen wir uns heute sputen. Einen Zoll gibt es in Laguna Colorada natürlich nicht ... wir werden weiter nach Uyuni geschickt.

Die Sorge um die Kamera überschattet leider den ganzen Tag. Wir passieren eine schöne Laguna nach der anderen, aber die Kamera streikt bei jedem Versuch, wenigstens die Flamingos per Foto festzuhalten.

Eigentlich dachten wir, es könnte nicht schlimmer kommen. Die Piste jedoch übertraf alles bisher Erlebte: Der Sand ist so tief, dass wir mit unseren Seitenkoffern schon fast auf dem Boden schleifen. Hanka muss immer wieder absteigen, um Erik die schlimmsten Abschnitte allein fahren zu lassen. Oft kommen wir nur im 2. oder gar im 1. Gang voran und die Kilometer sammeln sich nur langsam auf dem Tacho. Wenigstens ist es nicht so eisig wie gestern: die Sonnenstrahlen schenken ein bisschen Wärme und der Wind hat nachgelassen. Nach und nach kommen wir unter 4.000 Meter, so dass wir sogar auf ein bisschen mehr nächtlichen Schlaf hoffen dürfen.

Doch wo die Nacht verbringen? Es ist schon dunkel, bevor wir überhaupt den Salar de Chiguana erreichen. In Chiguana soll es ein Militärcamp geben, wo man übernachten kann. Wieder einmal zeigen unsere Straßenkarten völlig unterschiedliche Standorte an. Das GPS will uns auch noch in eine ziemlich unwahrscheinliche Richtung führen, so dass uns erneut nur die Suche nach den Lichtern retten kann. Mit offenem Visir und zusammengekniffenenen Augen irren wir über den Salar und suchen nach irgend einem Zeichen von Zivilisation. Vergeblich. Diesmal ist es Hanka, die Erik motiviert. Nach einer Stunde Hin und Her auf dem Salar und in Anbetracht des Spritnotstandes fahren wir einfach zurück. Irgendwo am Horizont haben wir zwei Lichter entdeckt und vertrauen darauf, dass es kein Jeep, sondern ein Haus sein wird. Als wir am Rande des Salars ankommen, sind die Lichter verschwunden. Entweder haben uns die Hügel einen Streich gespielt, die Generatoren sind inzwischen abgeschaltet oder es waren vielleicht doch nur Jeeplichter, die wir gesehen hatten. Es sieht nicht so aus, als ob wir das heute noch herausfinden würden! Da der Salar de Chiguana teilweise ziemlich feucht und schlammig ist, empfiehlt es sich nicht unbedingt, querfeldein zu fahren. Vorsichtig folgen wir der Piste am Außenrand des Salars und hoffen hinter jeder Biegung, die erspähten Lichter wiederzufinden. Der Optimismus schwindet mit jeder Kurve. Irgendwann entdecken wir windgeschützt hinter einem Berg eine Ruine und beschließen, dort unser Zelt aufzubauen. Das Zelt passt genau in die Mitte der Hausüberreste. Während uns die Honda Licht spendiert, bauen wir unser Nachtlager auf und spekulieren darauf, dass uns die Restmauern wenigstens ein bisschen vor der nächtlichen Kälte schützen.

Als alles steht, wollen wir nur noch in die Schlafsäcke - selbst um den Kocher für eine heiße Suppe anzuschmeissen, sind wir zu müde. Stattdessen nehmen wir mit zwei Müsliriegeln vorlieb. Morgen ist ein neuer Tag, also zwingen wir uns dazu, uns auch erst morgen darüber Gedanken zu machen, wo die Piste nach Chiguana langgeht.


5. Juni 2003, Salar de Chiguana - Isla del Pescado

11.023 km, S 20-14-28 / W 67-37-38

Zwar konnten wir ein bisschen mehr Schlaf finden als in der vorherigen Nacht, aber dafür haben wir bestimmt doppelt so viel gefroren. Es war saukalt, obwohl wir etliche Sachen am Leibe hatten. Zudem waren Hankas Augen angeschwollen durch das Lichterspähen mit offenem Visir. Aber heute konnte alles nurbesser werden!

Hanka setzte gerade unser letztes Trinkwasser für Tee und Haferflockenfrühstück auf, als wie eine Fata Morgana ein Motorrad über den Salar heizt mit Kanistern auf dem Gepäckträger. Schnell wetzt Erik dem Motorrad entgegen, um rauszufinden, wo wir sind und wo man Benzin kaufen kann. 6 km von hier gab es eine Mine, deren Lichter wir wahrscheinlich letzte Nacht erspäht hatten. Gleich nach dem Frühstück machte sich Erik auf den Weg dahin und kam mit vollem Tank und Mineralwasser wieder. Dieser Tipp war doch wirklich Gold wert! Und gleich sieht die Welt anders aus - gut dass wir uns gestern keine Sorgen gemacht haben, es hätte sich nicht gelohnt. (Auch das ist eine Erfahrung, die wir schon häufiger gemacht haben.)

Genau auf dem Salar de Chiguana kommt uns auf einmal ein Tandem mit Anhänger entgegen. Manuela und Thomas (aus der Schweiz) waren gerade auf dem Weg zur Laguna Colorada und haben sich von einem Jeepfahrer Wasser- und Lebensmittelvorräte unterwegs deponieren lassen. Die beiden haben ja noch ganz schön was vor sich - wir dachten schon, es wäre verrückt, die Strecke mit dem Motorrad zu fahren... Die beiden schwärmen uns schon vom Salar de Uyuni vor - unsere Vorfreude wächst mit jedem Kilometer.

Keine 5 Minuten später passieren wir Chiguana - wir waren gestern so nah dran!! Hätten nur noch ein Stück den Eisenbahnschienen über den Salar folgen müssen. Na ja, es lohnt sich nicht, sich zu ärgern. Die Militärs begutachten neugierig unsere Reisepässe und weiter geht's.

In San Juan machen wir Halt, da unsere Proviantreserven inzwischen stark geschwunden sind. Brot ist leider im ganzen Ort nicht aufzutreiben, so gibt es Salzcracker mit einem Rest Streichwurst.

Während wir futtern, rührt eine Frau auf der Straße irgend etwas in einer großen Schüssel. Neugierig fragen wir nach, was sie da macht. Wie sich herausstellt, ist es Eiscreme. In der Schüssel rührt sie Milch und Sirup zusammen und dreht dabei das Ganze ständig. Unter der Schüssel hat sie Eisbrocken in einem äußeren Topf, die das Sirupgemisch gefrieren lassen. Interessant, wie das funktioniert - hier hat wohl niemand eine Gefriertruhe, aber die Nächte sorgen für Eisschranktemperaturen und damit immer für Nachschub an "Eiswürfeln". Aus Rücksicht auf unsere Mägen verzichten wir und bleiben bei unseren Wurstcrackern. Stattdessen fragen wir, ob wir ein Foto machen dürfen mit all den Kindern, die schon auf ein Eis warten. Das war ein Fehler! Als Geste des Dankes geben wir jedem Kind ein Caramelo (Bonbon). Wir sind entsetzt, als sämtliches Bonbonpapier einfach auf der Straße landet und obendrein die Kinder als auch die Eisfrau noch 5 Bolivianos von uns haben wollen. Erik lässt sich erweichen und gibt der Eisfrau 2 Bolivianos, aber Hanka ist sauer - das ist für bolivianische Verhältnisse ein teures Foto!

Von San Juan aus wollen wir eigentlich über das Örtchen Santiago zum Salar de Uyuni fahren. Ein entgegenkommender Jeep versichert uns noch, dass wir auf der richtigen Straße wären. Wir landen jedoch in Colcha "K", einem Militärstützpunkt direkt am Salar. Von dort aus müssen wir uns noch eine gute Stunde über Wellblech entlang des Salars schlängeln - die Ungeduld wächst. Dann endlich landen wir bei einem der Dämme, die direk auf den Salar de Uyuni führen.

Das Gefühl, auf Salz zu fahren, ist unglaublich!!! Die Strecke ist so glatt - wir sind sofort davon überzeugt, dass dies Boliviens beste "Straße" sein muss. Erik nimmt die erste Kurve ziemlich vorsichtig - irgendwie will es nicht in unsere Köpfe, dass dies Salz und keine Schneedecke ist! Den Weg zur Isla del Pescada zu finden, wird ein Kinderspiel. Hier fahren so viele Jeeps, dass man allein anhand der Spuren mühelos folgen kann. Wir halten immer wieder an und machen Fotos, da sich die Struktur der Salzkruste aller paar Kilometer ändert: mal sieht es aus, als fahren wir auf großen Bienenwaben, mal wie auf Knubbeln aus Salz. Das ist eine der schönsten Fotokulissen, die wir bisher kennengelernt haben!

Kurz vor der Isla del Pescada kommen uns die letzten Jeeptouren des Tages entgegen. Die Insel ist völlig bewachsen mit riesengroßen Kakteen - ein völlig irrealer Gegensatz zum Salar! So etwas würde man hier jedenfalls am wenigsten vermuten. Wir können problemlos übernachten und staunen nicht schlecht, als wir in ein Häuschen mit Riesen-Panoramafenster geführt werden. Direkt vor dem Fenster liegen ein paar Matratzen auf dem Boden und angesichts der vielen Decken machen wir uns keine Sorgen, dass wir hier frieren. Strom gibt es nur in der Caféteria, die als Küche für die einkehrenden Jeeptouren genutzt wird. Hier können wir nicht nur unsere Honda unterstellen, sondern auch Spaghettis kochen. Hanka wäscht sich noch in der Schüssel wenigstens ihre Haare - wir könnten beide mal wieder eine Dusche gebrauchen.

Bevor wir den Kocher anwerfen, klettern wir noch auf den Mirador (Aussichtspunkt), um den Sonnenuntergang zwischen Kakteen und Salzmeer zu genießen. Wir sind die einzigen und können das Schauspiel schön auf uns wirken lassen.

Während wir uns unsere Spaghettis schmecken lassen, feiern die hier lebenden Familien draußen das Tagesende und die Ruhe ohne Touristenscharen. In einer Schubkarre brennt Holz zum Aufwärmen und es breitet sich eine völlig entspannte Atmosphäre aus - ganz anders als tagsüber. Mal abgesehen von der nächtlichen Kälte fühlen wir uns - auch ohne Dusche - richtig wohl und schauen aus unserem "Penthouse-Bett" bei Kerzenschein noch lange die Sterne und den schneeweißen Salar an. Die Strapazen der letzten drei Tage sind vergessen.
 

6. Juni 2003, Isla del Pescado - Uyuni

11.125 km, S 20-27-47 / W 66-49-21

Am Morgen können wir uns nur schwer aus unseren Decken schälen. Es ist einfach zu amüsant, die Touristen vor unserem Fenster zu beobachten, die bereits mit den ersten Jeeps eingerückt sind. Wie uns die eine Frau erzählte, kommen um diese Jahreszeit zwischen 300 und 800 Touristen pro Tag vorbei. Wir können gut nachvollziehen, wie sich der "Feierabend" für die Familien auf ihrer Insel anfühlt. Schön, dass wir diesem Gefühl gestern beiwohnen konnten.

Langsam machen wir uns auf den Weg nach Uyuni. Heute haben wir nicht viel an Strecke vor uns, so dass wir den Tag entspannt angehen können. Noch immer völlig fasziniert vom Salar müssen wir einfach immer wieder anhalten und Fotos schiessen.

Unsere Route führt uns unmittelbar am Salzhotel vorbei. Ungläubig begutachten wir die Fassade und einer leckt sogar mal an der Hausecke - es ist wirklich Salz. Auch Tische und Stühle (angeblich sogar die Betten) sind aus Salzquadern geschnitten. Das ist wirklich faszinierend. Allerdings ist beim Betreten des Hotels der Pflichtkauf von Souvenirs oder Snacks ein bisschen anstößig.

Kurz nach dem Salzhotel durchqueren wir die sogenannte Salzmine. Am Rande des Salars ist die Salzkruste weicher, so dass man dort das Salz in kleinen Häufchen zusammenkratzt und mit LKW's abtransportiert. Wir können uns nicht helfen, aber es macht den Eindruck, als geht dabei die Salzkruste ziemlich kaputt. Überall stehen Wasserpfützen - vielleicht muss das auch so sein und das Salz wächst nach...

Wieder führt uns ein holpriger Damm auf's Festland. Cachani liegt direkt am Salar und verfällt so langsam: ein Bild aus ärmlichen Lehmhütten, Ruinen und dazwischen jede Menge Müll. Zu unserem Erstaunen gibt es eine richtige Tankstelle - die erste seit wir in Bolivien sind - nach über 700 km!

Das letzte Stück bis Uyuni ruft uns in Erinnerung, wie sich Boliviens Straßen wirklich anfühlen - wir haben die Wahl zwischen der Hauptstraße mit Wellblech vom Feinsten und den parallel verlaufenden Sandpisten mit weniger Wellblech, dafür mit großen Sandlöchern.

Unser erster Eindruck von Uyuni ist nicht viel besser als von Cachani. Plötzlich stoßen wir auf eine Pflasterstraße und gleich danach tauchen schön verputzte Häuser auf, eine tolle Kirche - wie in einer anderen Welt. Ganz klar, dass hier das Touristenzentrum sein muss. Geduldig klappern wir ein Hostal nach dem anderen ab, aber die Zimmer sind größtenteils schockierend: uralte Betten, total durchgelegen, entweder kein Fenster oder Fenster ohne Scheiben, nur mit Stoffetzen verdeckt - die Badezimmer vergammelt und mit Pilzen bewachsen. Nach etlichen Anläufen finden wir ein schönes Hostal gleichzeitig mit sicherem Motorradparkplatz.

Nachdem wir endlich mal wieder frisch geduscht sind (obwohl unsere erste bolivianische Dusche eher einem Tanz von einem warmen Wasserstrahl zum nächsten gleichkam), freuen wir uns auf Neuigkeiten aus dem Internet. Die Leitungen hier sind zwar langsam und unverhältnismäßig teuer - aber nach den letzten Tagen außerhalb der Zivilisation muss das einfach sein. Zuhause beginnt so langsam die Urlaubszeit - das hört sich für uns zwar ungewohnt an, aber wir haben nicht vergessen, wie sich "normaler" Urlaub anfühlt. Leider sind auch Hankas Eltern weggefahren (ist ja auch richtig so); dabei hatten wir uns schon so darauf gefreut, morgen Hankas Mama zum 50. zu gratulieren und mal wieder zu telefonieren - bleibt mal wieder nur die e-mail.

Uns ist schon komisch zumute, seit vier Tagen ohne Motorradpapiere zu fahren. Deshalb statten wir gleich dem Immigrationsbüro einen kurzen Besuch ab, aber einen Zoll gibt es auch in Uyuni nicht. Die Einreisestempel in unseren Pässen würde wohl auch für das Motorrad gelten. Kein Wunder, dass der Motorradschwarzmarkt in La Paz bei allen Motorradfahrern bekannt ist. Im Gegensatz zu allen anderen Ländern Südamerikas kann man in Bolivien nämlich problemlos ein eingeführtes Motorrad verkaufen oder kaufen. Also wird das schon so richtig sein.

Da uns unsere Straßenkarten mal wieder im Unklaren darüber lassen, ob es von hier eine Straßenverbindung nach Iquique gibt oder nicht, klären uns die Immigrationstypen gleich darüber auf, dass eine super Straße vom Salar de Uyuni nach Cancosa führt. Dort ist der Grenzübergang, wo es auch eine Tankstelle gibt und anschließend eine Asphaltstraße bis Iquique geht - wir bräuchten nicht länger als 6 Stunden. Na, das hört sich doch gut an.

Den Tag lassen wir großzügig beim Italiener ausklingen, obwohl die Preise hier ziemlich gepfeffert sind. Zumindest ist das das einzige Restaurant, in dem ein Kaminfeuer brennt - bei den eisigen Temperaturen sieht das ziemlich verlockend aus. Jedoch trügt der Schein, irgendwie kommt das Feuer nicht richtig in Gang, so dass einem nichts anderes übrig bleibt, als mit Jacke zu essen. Hanka bestellt Lama - es schmeckt super. Nur mit der Flasche Wein haben wir kein Glück: der Rotwein ist so eiskalt, dass man den gar nicht trinken kann! Als wir den Kellner bitten, die Flasche kurz zu erwärmen, kommt er kurz darauf mit unserer Flasche wieder, in der sich nun Glühwein befindet! Und das beim Italiener...


7. Juni 2003, Uyuni

11.125 km, S 20-27-47 / W 66-49-21

Heute wird Mama 50! Heimweh macht sich breit. Hanka könnte am liebsten in den nächsten Flieger steigen und einen kurzen Abstecher nach Hause machen. Jetzt gibt es bestimmt schon die ersten Erdbeeren daheim, die Grillsaison ist in vollem Gange, es ist Pfingstwochenende mit Sommerwetter - wir kriegen davon gar nichts mit und frieren stattdessen im kalten Altiplano.

Statt mit Erdbeertorte verbringen wir den Tag damit, am Motorrad zu bauen (nach den Monsterpisten der letzten Tage sind einige Schrauben nachzuziehen), die Homepage zu aktualisieren, Wäsche waschen zu lassen (im Hof wäscht eine alte Frau von Hand sämtliche Bettwäsche, Überdecken und die Klamotten der Touristen), Geld zu tauschen, eine neue Batterie für unsere Kamera aufzutreiben, Erik eine neue Sonnenbrille zu kaufen (diesmal hat seine Sonnenbrille immerhin schon drei Monate gehalten), uns auf dem hiesigen Markt mit Ziegenkäse und Obst einzudecken und uns von den Fleischständen anwidern zu lassen (auf einem der Tresen lag sogar ein toter Schafskopf im Ganzen, igittigitt).

Abends gehen wir Pizza essen. Das Lokal ist rappelvoll, so dass es einigermaßen warm ist - die Pizza schmeckt sehr lecker, da tut der Touristenpreis nicht ganz so weh. Obwohl der Abend noch früh ist, gibt es keine bessere Alternative, als sich ins Bett zu legen - ansonsten holt man sich noch Frostbeulen.

Morgen geht's nach Chile. Wir freuen uns schon auf die Küste - endlich wieder Wärme in Sicht!!


8. Juni 2003, Uyuni - Cancosa

11.358 km, S 19-51-17 / W 68-36-06

Gleich morgens kreuzen wir wieder im Immigrationsbüro auf, um unsere Ausreisestempel abzuholen. Da wir der 6-Stunden-Angabe bis Iquique nicht ganz trauen, wissen wir nicht so recht, ob wir es heute schon über die Grenze schaffen oder erst morgen. Aber das ist alles kein Problem - während wir noch überlegen, drückt man uns kurzerhand Blanco-Ausreisestempel in die Pässe. Wir sollen dann einfach das Datum per Hand eintragen. Wir schauen nicht schlecht - in Bolivien scheint man vieles nicht so genau zu nehmen!

Nachdem wir die elende Hoppelstrecke bis Cachani hinter uns gebracht haben, kommen wir zum dritten mal in den Genuss der "Salzautobahn". Unser GPS führt uns sicher quer über den Salar bis Llica. Dort wird uns einmal mehr die Armut in Bolivien bewusst: völlig dreckige Kinder spielen im Müll auf der Straße und man möchte die ruinenartigen Häuser lieber nicht von innen sehen. Anders als wir gewohnt sind, grüßt uns hier auch kaum jemand. Wir werden angestarrt, als kämen wir vom Mond. In Bellavista, dem letzten Dorf vor der Grenze, ist es noch viel schlimmer. Es ist auch schwer vorzustellen, wovon die Leute überhaupt leben.

Vergebens warten wir auf die tolle Straße, die man uns in Uyuni versichert hat. Bis Bellavista kämpfen wir uns durch knöcheltiefen Sand - kurz vor Bellavista führt die Piste auch noch durch einen Fluss. Trotz Trockenzeit sehen wir mit unserer Honda kein Durchkommen - Tragen wäre ebenso unangebracht wie einfach so durchfahren. Es kostet uns bestimmt eine halbe Stunde, bis wir eine einigermaßen seichte Stelle gefunden haben. Hanka watet erstmal vor, um den Untergrund nach Schlamm abzusuchen; dann schießt Erik samt Motorrad hinterher - und kommt wohlbehalten am anderen Ufer an. Das wäre erstmal geschafft.

In Bellavista müssen wir nach dem Weg fragen. Nüchtern nehmen wir zur Kenntnis, dass das letzte Stück zur Grenze noch schlechter sein soll und es in Cancosa auch keine Tankstelle gibt. Was bleibt uns anderes übrig, als es einfach zu versuchen. Bis jetzt hat sich immer was ergeben. Die Sonne steht außerdem schon bedenklich tief, also weiter.

Der Typ hatte nicht zu viel versprochen: die Piste schien sich völlig in Nichts aufzulösen - wir fuhren über eine feldwegartige Spur, die reichlich mit großen Steinen besät war. Es war ein unmögliches Fahren mit der ständigen Angst, dass wir vom Motorrad fliegen, der Reifen platzt oder wir auf den Steinen aufsitzen.
Irgendwann erreichten wir ein verlassenes Dorf, in dem sich die Spur völlig verlief. Nach Gefühl folgten wir dem einzigen Pfad, der aus dem Dorf herausführte. Doch der endete irgendwann bei einer Horde Lamas auf dem Feld. Umzudrehen tut besonders dann weh, wenn man nicht weiß, wann die nächste Tankstelle kommt und jeder Tropfen Sprit wertvoll ist, um nicht in der Pampa liegenzubleiben. Hier können wir noch nicht mal unser Zelt aufschlagen bei all den Steinen, obwohl wir schon insgeheim nach Wasserstellen Ausschau hielten! Irgendwie kommt es uns ziemlich seltsam vor, dass dies die Straße zum Grenzübergang sein soll. Entweder ist hier schon ewig niemand mehr langgefahren oder wir sind völlig falsch. Das GPS klärt uns auf - nur wenige Kilometer noch bis Cancosa, allerdings genau in die entgegengesetzte Richtung! Jetzt müssen wir nur noch eine Art Weg finden. Also noch mal raus aus dem Dorf und tatsächlich - da geht ein Weg bergauf in die Richtung, in die wir fahren müssen. Wir kommen allerdings nicht allzu weit. Es gibt einen Riesenknall, wir machen einen Schlenker nach links, stürzen auf die Seite und die Honda bleibt gerade noch vor einem Abhang liegen. Was war das denn? 10 Meter hinter uns liegt der rechte Seitenkoffer, komplett abgerissen. Irgendwie war Erik beim Ausweichen mit dem Koffer an der Böschung hängengeblieben, wo ein Stein standhafter war als der Alukoffer. Wieder einmal mussten wir die schwere Maschine hochhieven, und wieder mal waren wir weit über 4.000 m hoch, was für uns Atemnot und extreme Anstrengung bedeutete. Wir hatten Glück - es war nichts weiter passiert. Lediglich die Seitenkoffer hatten ziemliche Beulen - der Boden des linken war sogar völlig aufgerissen. Mit Steinen - davon gab es ja reichlich - klopften wir erstmal die Alukisten einigermaßen zurecht. Mit zittrigen Knien ging es weiter. Die Sonne war schon hinter dem Berg verschwunden, als endlich ein völlig verrostetes Schild auftauchte, auf dem Bolivien stand. Hier schien also das Land der fürchterlichen Pisten zu Ende zu sein.

Gleich nach der nächsten Kurve tauchte Cancosa auf - wir hatten es geschafft! Aber so wie es aussah, gab es nur eine Carabinero-Station. Die beiden Jungs dort schüttelten nur die Köpfe - die kannten das Dilemma schon. In Uyuni wird den Touris wohl öfter erzählt, dass der Grenzübergang Cancosa kein Problem sei. Dabei ist dies tatsächlich nur ein Übergang, der nicht für Fahrzeuge zugelassen ist - aha, daher also die mörderische Piste!!! Die beiden verstanden sich schon als "Auffangstelle" für fehlgeleitete Touristen. Nur unsere Blanco-Ausreisestempel fanden sie ziemlich ungewöhnlich - wir hätten mal schnell den Kugelschreiber zücken sollen, jetzt waren wir in Erklärungsnot. Chile und Bolivien sind zwei völlig andere Welten!

In Cancosa gab es wirklich nichts mal abgesehen von den Carabineros: kein Hostal, keinen Minimarkt und dass die Bolivianos mit der versprochenen Tankstelle völlig daneben lagen, war uns auch schon klar. Aber die beiden Polizisten tauten so langsam auf und nahmen Abstand von ihrer Förmlichkeit. Wir konnten eine Kammer mit zwei Doppelstockbetten beziehen und es gab sogar eine heiße Dusche - damit hätten wir heute echt nicht mehr gerechnet. Zu guter Letzt luden uns die Jungs auch noch zum Abendessen ein! Wir hätten gern unseren Dank besser ausgedrückt als nur mit "muchas gracias". Es gab warmen, selbstgebackenen Kuchen, Salat und chilenische Suppe aus Kartoffeln, Nudeln, Fleisch und einem Stück Mais. Wir konnten so viel Glück gar nicht begreifen! Die beiden schalteten sogar ganz stolz Deutsche Welle für uns im Fernsehen ein, obwohl sie selbst kein Wort verstanden. Das war alles so unglaublich - so viel Gastfreundschaft wird einem schon richtig unangenehm! Aber das bestätigt mal wieder unseren Eindruck: die Chilenen bleiben für uns der angenhmste Menschenschlag, den wir kennen!

Hanka und Erik
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